Für Mutter und Kind?

Husten bei Kindern tritt nicht nur bei Erkältung auf, sondern kann viele weitere Ursachen haben. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte bei Husten pflanzlichen Mitteln der Vorzug gegeben werden.

Husten bei Kindern

Ursachen für Husten bei Kindern

Kinder leiden sehr häufig an Virusinfektionen der Atemwege, die mit mehr oder weniger starkem Husten verbunden sind. Husten ist außerdem das Symptom von Infektionskrankheiten wie Masern, Pseudokrupp oder Keuchhusten. Bei plötzlich auftretendem, starkem Husten muss auch an einen verschluckten Fremdkörper gedacht werden. Auch ein in den Gehörgang gelangter Fremdkörper (z.B. Holzperle) kann Husten hervorrufen.

Kinder unter zwei Jahren sollten beim Auftreten von Husten immer einem Arzt vorgestellt werden. Auch bei älteren Kinder ist ein Arztbesuch sinnvoll, wenn nach einer Woche keine deutliche Besserung eingetreten ist.


Besonderheiten der Behandlung von Husten bei Kindern

Hustenstiller (Wirkstoffe: Clobutinol, Dextromethorphan, Pentoxyverin) sollten Kindern nur dann verabreicht werden, wenn das Allgemeinbefinden (vor allem der Schlaf) durch trockenen Reizhusten stark beeinträchtigt ist.
Bei Reizhusten sind Tees oder andere Zubereitungen aus reizlindernden Pflanzen (z. B. Eibischwurzel, Isländisch Moos, Malvenblüten) empfehlenswert.

Schleimlösende Mittel chemischer (z.B. Ambroxol, Bromhexin, Acetylcystein) oder pflanzlicher Herkunft (z.B. Spitzwegerich-, Efeu-, Thymianextrakt) sind bereits zur Anwendung bei Säuglingen geeignet. Bei akutem, starkem Husten hat sich ein Extrakt aus Pelargonium-Wurzeln als gut wirksam erwiesen.
Lösungen, die Alkohol enthalten, werden bei Kindern unter 14 Jahren nur eingeschränkt empfohlen.
Zubereitungen mit Menthol oder Kampfer dürfen wegen der Gefahr von Kehlkopfschwellungen und Krämpfen in der Atemwegs-Muskulatur bei Säuglingen und Kleinkindern nicht angewendet werden.
Auf ätherische Öle reagieren manche Kinder allergisch (z.B. bei Einreibung). Bei gutem Allgemeinbefinden ist Aufenthalt im Freien empfehlenswert, bei Fieber dagegen Bettruhe.

Husten in Schwangerschaft und Stillzeit

Falls einfache Maßnahmen (z.B. reichliches Trinken von warmen Hustentee, Inhalationen mit Salzlösungen) nicht ausreichen, um den Schleim zu lösen, sind folgende Wirkstoffe in Schwangerschaft und Stillzeit geeignet:

  • Schleimlöser (Bromhexin, Ambroxol, Acetylcystein) als Brausetabletten oder Saft)

  • ätherische Öle als Pastillen oder Kapseln

  • reizlindernde und schleimlösende Pflanzen-Extrakte (z.B. Efeu-, Sonnentau-, Thymianextrakt).



Hustenstiller sollten in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.
Bei der Auswahl von pflanzlichen Zubereitungen (Tropfen, Säfte) sollte darauf geachtet werden, dass sie keinen Alkohol enthalten.
Einreibungen mit ätherischen Ölen dürfen in der Stillzeit nicht auf die Brust aufgetragen werden.
Quellen:
*Die Angaben zu Medikamenten stützen sich im wesentlichen auf das Standardwerk:Schaefer/Spielmann/Vetter "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, 7. Auflage (2006) und können von den Angaben im Beipackzettel abweichen. Bei Fragen zu Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten in der Schwangerschaft oder Stillzeit konsultieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.


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